Meine Mutter
Margarete
Ich habe Dich verloren,
aber es tröstet mich ein wenig,
das meine Schwester Dich wieder
gewonnen hat.
Diesen Topf mit Blumen habe ich meiner Mutter an ihrem letzten Geburtstag im
Krankenhaus noch schenken dürfen. Sie hat diese mit großen Augen angeschaut.
Ungefähr eine Woche vorher hatte ich ihr bereits erzählt, das ich etwas zu ihrem Geburtstag
mitbringen würde und sie hat genau bis zu diesem Tag ausgehalten.
Am darauf folgenden Tag ist sie angeblich ***...
03.05.2011:
Heute war ich nach sehr vielen Monaten mal wieder am angeblichen Grab.
Und auch wenn ich es nicht akzeptiere - es tut immer noch so weh, wie zu Anfang.
Zum Glück war ich nicht alleine dort. Ich denke, alleine wäre ich dort auch nicht
hingegangen.
Was ich schön fand war die Tatsache, dass auch andere meine Mutter vermissen und an sie denken,
da
eine Schale mit Blumen dort war.
Ich musste an das Grab meiner Schwester denken und das ich dort ebenfalls seit Monaten nichts
mehr mache.
Ich kann es nicht.
Denn wenn ich dort etwas mache, muss ich auch am Grab meiner Mutter was machen. Und das kann ich
nicht.
Vielleicht lebe ich mit einer Lüge, aber es ist für mich die einzige Möglichkeit überhaupt zu
überleben.
Meine Begleitung sagte mir, dass jeder anders mit solchen Dingen umgeht und das es da keine
Richtlinie für gibt. Sie meinte, das ich ja meinen Platz zu Hause habe, wo ich jeden Tag Kerzen
anzünde.